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Erlaubte Güllehöchstmengen nach der Ernte

1. Die Ausbringung von Gülle ist gemäß DüV nur zu Winterkulturen und Zwischenfrüchten in Höhe des aktuellen Düngebedarfs oder zur Strohdüngung zulässig. In den Problem- und Sanierungsgebieten sind gemäß SchALVO zusätzliche Einschränkungen in Abhängigkeit von der Kultur und der Auswaschungsrisikoklasse zu beachten.

Darüber hinaus gelten zusätzliche Maximalwerte, die gemäß DüV und SchALVO unterschiedlich gerechnet werden.

2. Gemäß DüV dürfen maximal

80 kg/ha Gesamt-N
oder
40 kg/ha Ammonium-N

ausgebracht werden, wobei Ausbringverluste oder ähnliches nicht in Ansatz gebracht werden dürfen. Für die beiden Parameter ergeben sich unterschiedliche Höchstmengen (Kubikmeter).

Die niedrigere der beiden Mengen darf gemäß DüV maximal ausgebracht werden.

3.  Bei Ausbringung der Gülle in Problem- und Sanierungsgebieten kommt gemäß SchALVO der anrechenbare Stickstoff als zusätzliches Entscheidungskriterium hinzu. Hier dürfen maximal

40 kg/ha anrechenbarer Stickstoff

ausgebracht werden. Die Berechnung des anrechenbaren Stickstoffs erfolgt auf der Basis von Gesamt-N und den in der Anlage 3 der DüV angegebenen Prozentsätzen (tierartabhängig). Auch hier ergibt eine erlaubte Höchstmenge (Kubikmeter).

Diese nach SchALVO erlaubte Menge muss mit der nach DüV erlaubten maximalen Menge verglichen werden und der jeweils niedrigere Wert ist zu verwenden.

Ein EXCEL-Rechenblatt kann bei der Findung der Höchstmenge hilfreich sein:

Vieldung Version 2.1 - Stand 11/06



Ergebnis:

Bei der Bemessung der Gülledüngung nach der Ernte sind also 2 bzw. 3 Schritte notwendig:

1. Feststellen des Düngebedarfs

2. Berechnung des Maximalwertes gemäß DüV

3. Zusätzlich in Problem- und Sanierungsgebieten Berechnung des Maximalwertes gemäß SchALVO

Die jeweils niedrigste festgestellte bzw. berechnete Menge darf ausgebracht werden.

Zusatz:

Die hier für Gülle aufgezeigten Aussagen können auch auf Festmist und Jauche übertragen werden, wobei die Anlage 3 der DüV für die Berechnung des anrechenbaren Stickstoffs zu verwenden ist.   Siehe auch Merkblatt zur Düngeverordnung.

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