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Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Heidenheim - Fachbereich Landwirtschaft

Datum: 11.08.2018

Hinweise zu Winterraps (Herbizide, Schneckenbekämpfung), Widerruf des Wirkstoffs Iprodion, Anordnung des Ruhens für den Wirkstoff Flupyrsulfuron, Widerruf Picoxystrobin, aktualisierte Fachmeldungen, Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit Isoproturon und Triasulfuron werden zum 30.09.2016 widerrufen, Neue Pflanzenschutz-Saatgutanwendungsverordnung, Dinkel, Neuerungen bei Mindestabständen, Neue Anwendungsbestimmungen Pendimethalin und Prosulfocarb, Gewässer, Antrag Sachkunde, Pflanzenschutzgeräte

Winterraps

Unkrautbekämpfung

Die Rapsaussaat steht an. Der Aussaatzeitpunkt liegt um den 20. August. Der Auflauf des Rapses wird durch ein gut abgesetztes und feinkrümeliges Saatbett gefördert. Gleichzeitig dient die feinkrümelige Bodenstruktur für eine gute und gleichmäßige Verteilung der Herbizide im Boden und erhöht somit deren Wirksamkeit. Für die Verteilung der Bodenherbizide ist allerdings auch eine ausreichende Bodenfeuchte notwendig.

Als Bodenherbizide mit einem breiten Wirkungsspektrum kommen metazachlor- oder clomazonehaltige Pflanzenschutzmittel in Frage. Da von metazachlorhaltigen Pflanzenschutzmitteln eine hohe Auswaschungsgefahr in das Grundwasser ausgeht, sollten nur Präparate mit geringer Wirkstoffmenge an Metazachlor zum Einsatz kommen. Dies ist bei Butisan Gold und Butisan Kombi der Fall. Hier liegt die ausgebrachte Wirkstoffmenge bei 500 g/ha Metazachlor bei voller Aufwandmenge von 2,5 l/ha. Die Wirkstoffmenge darf innerhalb von 3 Jahren 1000 g/ha Metazachlor nicht überschreiten.

Bei Butisan Gold beträgt der Gewässerabstand auf Flächen ohne Hangneigung bei 50 % - 75 % Abdriftminderung 5 m und bei 90 % Abdriftminderung 0 m. Bei hanggeneigten Flächen > 2 % gegenüber dem Gewässer ist ein bewachsener Randstreifen (Wiese) von 20 m erforderlich. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren (Pflugverzicht) erfolgt.

Bei Butisan Kombi beträgt der Gewässerabstand auf Flächen ohne Hangneigung bei 50 % Abdriftminderung 5 m und ab 75 % Abdriftminderung 0 m. Bei hanggeneigten Flächen > 2 % gegenüber dem Gewässer ist ein bewachsener Randstreifen (Wiese) von 20 m erforderlich. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren (Pflugverzicht) erfolgt.

In Baden-Württemberg ist ein Abstand von 5 m zu Gewässern von wasserwirtschaftlicher Bedeutung einzuhalten.

 

Ansonsten können auch clomazonehaltige Pflanzenschutzmittel wie bspw. Colzor Trio zum Einsatz kommen. Diese weisen allerdings hohe Auflagen auf. Vor allem die Auflage, dass die Ausbringung bei Tageshöchstemperaturen > 25 °C verboten ist, bereitet beim Einsatzzeitpunkt Ende August die meisten Probleme. Dennoch sollte die Verwendung von clomazone-haltigen Pflanzenschutzmitteln, unter Beachtung der Auflagen, in die Überlegung mit einfließen, da von diesen keine oder nur eine sehr geringe Gefahr für das Grundwasser ausgeht. Bei Colzor Trio beträgt der Gewässerabstand bei 90 % Abdriftminderung 0 m. Der Gewässerabstand von 5 m zu Gewässern von wasserwirtschaftlicher Bedeutung ist in Baden-Württemberg generell einzuhalten. Auf Flächen mit einer Hangneigung von mehr als 2 % zum Gewässer muß ein bewachsener Randstreifen (Wiese) von mind. 10 m vorhanden sein. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren (Pflugverzicht) erfolgt.

  

Weitere Auflagen für clomazone-haltige Mittel

NT 127

Tageshöchstemperaturen > 20 °C = Anwendung zwischen 18 Uhr abends und 9 Uhr morgens

Tageshöchstemperaturen > 25 °C = keine Anwendung

Für die Vorhersage bezüglich des sachgerechten Einsatzes von clomazonehaltigen Pflanzenschutzmitteln hat der Deutsche Wetterdienst unter der Kundengruppe > Landwirtschaft > Ackerbau eine spezielle Seite für Clomazone. Diese können sie als Nachweis für die Ausbringung unter Beachtung der temperaturbezogenen Anwendungsbestimmungen ausdrucken lassen.

NT 145

Wasseraufwandmenge mindestens 300 l/ha.

Abdriftminderungsklasse mindestens 90 % auf der gesamten zu behandelnden Fläche.

NT 146

Fahrgeschwindigkeit max. 7,5 km/h.

NT 149

Einen Monat lang im Umkreis von 100 m Pflanzen auf Aufhellungen überprüfen.

Diese Fälle sind sofort dem amtlichen Pflanzenschutzdienst und dem Zulassungsinhaber zu melden.

NT152

Bei der Behandlung ist ein flächenscharfer Anwendungsplan mitzuführen, der den Saatzeitpunkt, den

geplanten und den tatsächlichen Anwendungszeitpunkt, die Aufwandmenge, die Wassermenge und

Details zur Anwendungstechnik enthält.

NT153

Haben Nachbarn, die der Abdrift ausgesetzt sein könnten, eine Unterrichtung über die geplante

Ausbringung gefordert, sind diese spätestens einen Tag vor der Behandlung mit clomazone-haltigen

Pflanzenschutzmitteln, über die geplante Anwendung zu informieren.

NT155                                    

Zusätzliche Abstände:

50 m zu Ortschaften, Haus- und Kleingärten, Gartenkolonien, Flächen für die Allgemeinheit wie z.B. Sportplatz, Schule, Kindergarten, Schwimmbad, Friedhof, Parks sowie Flächen mit Clomazone-sensiblen Anbaukulturen (z.B. Gemüse, Beerenobst) und Flächen, auf denen gemäß Öko-oder Diätverordnung produziert wird.

0 m bei Flächen, die mit Winterraps, Getreide, Mais oder Zuckerrüben bestellt wurden, sowie bereits

abgeerntete Flächen wie z.B. Stoppelfelder.

5 m zu allen übrigen angrenzenden Flächen wie Straße, Weg, Waldrand, Grünland etc..

                  

Mittel an Gewässer

Mittel ohne Gewässerabstandsauflagen sind bspw. Cirrus mit 0,2 kg/ha oder Gamit 36 AMT mit 0,33 l/ha, wobei der 5 m Abstand zu Gewässern von wasserwirtschaftlicher Bedeutung eingehalten werden muß. Diese Mittel weisen eine deutlich geringere Breitenwirkung auf. Die Clomazone-Auflagen sind bei diesen Mitteln zu beachten. Bei Gamit 36 AMT kann der Abstand von 50 m zu Ortschaften, Haus- und Kleingärten, Gartenkolonien, Flächen für die Allgemeinheit wie z.B. Sportplatz, Schule, Kindergarten, Schwimmbad, Friedhof, Parks sowie Flächen mit clomazone-sensiblen Anbaukulturen (z.B. Gemüse, Beerenobst) und Flächen, auf denen gemäß Öko-oder Diätverordnung produziert wird, auf 20 m reduziert werden, wenn das Mittel nicht in Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Zusatzstoffen ausgebracht wird.

Runway im Nachauflauf mit 0,2 l/ha ist ein zusätzliches Mittel am Gewässer, bei dem es nur den 5 m -Abstand zu Gewässern von wasserwirtschaftlicher Bedeutung zu berücksichtigen gilt und das evtl. in eine Spritzfolge mit den zuvor genannten Mitteln eingebunden werden kann. Zu beachten ist allerdings, dass die darin enthaltenen Wirkstoffe Aminopyralid und Clopyralid im nächsten Kalenderjahr nicht zum Einsatz kommen dürfen. Das könnte eine Rolle bei vorzeitigem Umbruch spielen. Z.B. ist der Wirkstoff Clopyralid in den Mitteln Effigo oder Lontrel, die bspw. in Mais eingesetzt werden dürfen, enthalten. Zudem ist der Wirkstoff unter anderem auch in den Mitteln Duanti, Ariane C oder Primus Perfect vorhanden, die in Getreide eingesetzt werden dürfen.

Unter diesen Gesichtspunkten könnte eine Mischung vom neu zugelassenen Runway VA (nicht verwechseln mit Runway) mit Gamit 36 AMT im Vorauflauf eine Alternative am Gewässer sein. Runway VA hat die gleichen Auflagen wie Runway, enthält aber nur den Wirkstoff Aminopyralid. Dieser ist im folgenden Kalenderjahr zwar auch nicht einsetzbar, aber er ist nur für Wiesen, Weiden und Winterraps zugelassen und dürfte aus diesem Grund im nächsten Jahr keine Rolle spielen. Runway VA könnte auch wie Runway die Wirkungslücken bei Kamille, Kornblume und Klatschmohn schließen.

Eine Mischung von Gamit 36 AMT 0,33 l / ha + Runway VA mit 0,2 l / ha im Vorauflauf wäre möglich.

Vorsicht: Bei Tankmischung von Gamit 36 AMT (clomazonehaltig) mit einem anderen Pflanzenschutzmittel muß ein Abstand von 50 m zu Ortschaften, Haus - und Kleingärten, Gartenkolonien, Flächen für die Allgemeinheit wie z.B. Sportplatz, Schule, Kindergarten, Schwimmbad, Friedhof, Parks sowie Flächen mit clomazone-sensiblen Anbaukulturen (z.B. Gemüse, Beerenobst) und Flächen, auf denen gemäß Öko-oder Diätverordnung produziert wird eingehalten werden. Der reduzierte Abstand von 20 m gilt dann nicht mehr.

 

Bei Runway und Runway VA sind weitere Auflagen zu beachten, wie die:

WP682-2                                

Einstreu, das von mit dem Mittel behandelten Flächen stammt, sowie Gülle, Jauche, Mist oder Kompost von Tieren, deren Einstreu von behandelten Flächen stammt, darf nur im eigenen Betrieb verwendet werden.

WP683-2

Gülle, Jauche, Mist oder Kompost von Tieren, deren Einstreu von mit dem Mittel behandelten Flächen stammt, darf nur auf Grünland, zu Getreide oder Mais ausgebracht werden. Bei allen anderen Kulturen sind Schädigungen nicht auszuschließen.

 

Bei Runway VA gilt zusätzlich die Auflage:

WP685-2

Bei vorzeitigem Umbruch sind Schäden an nachgebauten Kulturen möglich. Es können nur Getreide,

Futtergräser oder Mais nachgebaut werden.

 

2 neuere Herbizide stehen für den Einsatz im Winterraps zur Verfügung

 

Colzor Uno (Wirkstoff: Dimethachlor) kann im Vorauflauf mit 1,5-2,0 Liter/ha gegen Gemeinen Windhalm und einjährige zweikeimblättrige Unkräuter wie z.B. Vogelmiere, Kamille mit Teilwirkung gegen Ehrenpreis, Hirtentäschel, Kornblume und Taubnessel eingesetzt werden.

Mögliche Mischungspartner sind z.B. Gamit 36 AMT oder als clomazonefreie Lösung Runway im Nach- bzw. das neue Runway VA im Vorauflauf sowie das metazachlorhaltige Mittel Butisan Gold ebenfalls im Vorauflauf.

Auflagen zu Gewässer: Auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern muss ein Mindestabstand von 20 Metern eingehalten werden. Mit verlustmindernden Geräten gelten folgende reduzierte Abstände: 50%-10m, 75%-5m, 90%-5 m.

Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2% und Oberflächengewässern muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen mit einer Mindestbreite von 5 m vorhanden sein (NW705). Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren (Pflugverzicht) erfolgt.



Tanaris (Wirkstoffe: Dimethenamid-P+Quinmerac) kann vor oder nach dem Auflaufen gegen einjährige zweikeimblättrige Unkräuter mit 1,5 Liter/ha in 200 bis 400 Liter Wasser/ha eingesetzt werden. Es sind Tankmischungen z.B. mit Centium 36 CS oder Runway oder Spritzfolgen mit Runway möglich.

Auflagen zu Gewässer: Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2% und Oberflächengewässern muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen mit einer Mindestbreite von 5 m vorhanden sein (NW705). Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren (Pflugverzicht) erfolgt.

   

Schneckenbekämpfung

Neue Anwendungsbestimmungen beim Einkauf beachten!

Zur Bekämpfung von Schnecken stehen Molluskizide mit den Wirkstoffen Metaldehyd und Eisen-III-Phosphat zur Verfügung. Dies sind zum Beispiel Metarex TDS, Delicia Schneckenlinsen oder Schneckenkorn Spiess-Urania G2. Auf eine gleichmäßige Verteilung ist zu achten. Zur Ermittlung der Schadschwellen können feuchte Säcke, Bretter oder Schneckenfolien verwendet werden. Unter diesen suchen die Schnecken Unterschlupf um sich gegen Austrocknung zu schützen. Um die Lockwirkung für Schnecken zu verstärken kann man unter die Bretter etc. Schneckenkörner streuen. Ein Auslegen von Schneckenkörnern in Häufchen ist nicht zulässig. Befindet sich frühmorgens unter den Kontrollstellen eine Schnecke ist die Bekämpfung anzuraten.

Anwendungsbestimmung NT 115 beim Einsatz von Schneckenkörnern

„Bei der Anwendung in Freilandkulturen ist ein Mindestabstand von 5 m zum bewachsenen Feldsaum einzuhalten.

BVL: Als „bewachsener Feldsaum sind unabhängig von ihrer Breite alle an das Feld angrenzende, bewachsene Strukturen anzusehen. Ausgenommen sind angrenzende Felder, Straßen, Wege oder andere befestigte Strukturen.

Anwendungsbestimmung
NT870 beim Einsatz von Schneckenkörnern

Das Mittel ist giftig für Weinbergschnecken. Bei einem Vorkommen von Weinbergschnecken (Helix pomatia und Helix aspersa) darf das Mittel nicht angewendet werden.

Die Anwendungsbestimmung NT870 ist auch im Haus- und Kleingarten einzuhalten!

Die Anwendungsbestimmungen gelten bislang nur für metaldehydhaltige Mittel. Es sind aber noch nicht alle metaldehydhaltigen Mittel davon betroffen und teilweise gelten die Bestimmungen nur für bestimmte Anwendungen. Achten sie vor der Anwendung genau darauf, damit ihnen keine Anwendungsfehler unterlaufen. Eisen-III-phosphathaltige Mittel sind von den Anwendungsbestimmungen NT 115 und der NT 870 noch nicht betroffen.

 

Rapsbeize

Um die Bienen zu schützen bleibt die Aussaat von mit Clothianidin, Thiamethoxam oder Imidacloprid gebeiztem Rapssaatgut weiterhin verboten.


Aussaat von Winterrapssaatgut, das mit Cyantraniliprole behandelt ist

Die Beize hat eine Teilwirkung gegenüber der Kohlfliege. Die Wirkung gegen den Rapserdfloh ist unzureichend.

In Polen ist seit Ende April 2017 das Pflanzenschutzmittel Lumiposa 625 FS mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole für die Saatgutbehandlung von Winterraps zugelassen. Nach EU-Recht und deutschem Recht darf entsprechend behandeltes Saatgut nach Deutschland importiert und hier ausgesät werden.

Beim Inverkehrbringen in Deutschland ist zu beachten, dass nach dem Saatgutrecht die Saatgutbehandlung und etwaige weitere Angaben z. B. zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt auf den Begleitpapieren und dem Etikett anzugeben sind, und zwar in deutscher Sprache. Das mit Cyantraniliprole behandelte Saatgut ist also für Landwirte identifizierbar und die für eine sichere Aussaat zu beachtenden Begleitumstände ersichtlich.

Die polnische Zulassungsbehörde hat bei der Zulassung vorgeschrieben, dass die Behandlung von Saatgut mit dem Mittel Lumiposa 625 FS nur in professionellen (industriellen), für diesen Zweck richtig kalibrierten Saatgutbehandlungsanlagen durchgeführt werden darf, und nur mit der besten verfügbaren Technik, die die Entstehung und Emission von Staub während Beizung, Lagerung und Transport minimiert. Es ist also davon auszugehen, dass die Abriebfestigkeit des Saatguts dem aktuellen technischen Stand entspricht.

Ferner sollten gemäß der polnischen Zulassung in den Saatgutverpackungen enthaltene Stäube nicht in die Sägeräte gegeben werden, und für die Aussaat sollten nur Sägeräte verwendet werden, die die Einbringung von Saatgut und Stäube in den Boden gewährleisten und die Stäube nicht in die Luft emittieren. Diese Sicherheitshinweise sind auch in Deutschland bei der Aussaat zu beachten. Die genannten Anforderungen an Sägeräte werden grundsätzlich von den in die Liste des JKI eingetragenen abdriftmindernden Sägeräten sowie von mechanischen oder mit Druckluft arbeitenden Sägeräten erfüllt.

Das BVL empfiehlt überdies, die Aussaat nicht bei Windgeschwindigkeiten über 5 m/s vorzunehmen.

Des Weiteren sollten Betriebsleiter vorsorglich die zur Aussaat vorgesehenen Flächen mindestens 48 Stunden vor der Aussaat Imkern bekannt geben, deren Bienenstände sich im Umkreis von 60 m um die Aussaatflächen befinden.

 

Neue Anwendungsbestimmungen im Gesundheitsschutz

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wird bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln künftig bestimmte Vorschriften zum Gesundheitsschutz von Anwendern, Arbeitern und unbeteiligten Dritten (Anwohner, Umstehende und Verbraucher) als Anwendungsbestimmungen festsetzen. Es geht um Sicherheitsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Exposition des betroffenen Personenkreises zu reduzieren. Bisher hat das BVL entsprechende Kennzeichnungsauflagen erteilt. Die neue Regelung wird ab sofort für neue Zulassungsbescheide angewendet. Eine rückwirkende Anpassung bestehender Zulassungen ist nicht vorgesehen.

Inhaltlich führt die Anpassung nicht zu neuen Anforderungen an Hersteller, Handel und Anwender von Pflanzenschutzmitteln. Durch die Fassung als Anwendungsbestimmung hat sich allerdings der rechtliche Status geändert. Die Missachtung der Vorschriften stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden.


Widerruf der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Iprodion zum 5. März 2018

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Zulassung aller Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Iprodion zum 5. März 2018 antragsgemäß widerrufen. Es handelt sich um folgende Pflanzenschutzmittel:

  • Paroli (Zulassungsnr. 006623-00)
  • Interface (007850-00)
  • Rovral WG (006270-00)

Nach dem Widerruf gilt eine Abverkaufsfrist bis zum 5. Juni 2018 für Pflanzenschutzmittel, die sich zum Widerrufstermin bereits im freien Verkauf befinden. Die Aufbrauchfrist geht ebenfalls bis zum 5. Juni 2018. Diese Fristen ergeben sich aus der Durchführungsverordnung (EU) 2017/2091 in Verbindung mit Artikel 46 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 und dem Pflanzenschutzgesetz. Am Ende der Aufbrauchfrist werden eventuelle Reste entsorgungspflichtig.

Der Widerruf gilt mit denselben Fristen auch für zugehörige Pflanzenschutzmittel des Parallelhandels.

In der Vergangenheit war auch Saatgut im Handel, das mit iprodionhaltigen Pflanzenschutzmitteln behandelt war. Zwar sind in Deutschland aktuell nur Mittel zur Spritzanwendung zugelassen, jedoch gibt es in anderen EU-Mitgliedstaaten Zulassungen zur Saatgutanwendung, aufgrund derer das entsprechende Saatgut auch in Deutschland bisher verkehrsfähig war und ausgesät werden durfte. Da Zulassungen iprodionhaltiger Pflanzenschutzmittel in allen Mitgliedstaaten bis zum 5. März 2018 widerrufen werden müssen, erlischt spätestens zu diesem Termin auch die Zulässigkeit für das Inverkehrbringen und das Ausbringen von Saatgut; weitergehende Aufbrauchfristen sieht das Pflanzenschutzrecht in diesem Fall nicht vor (Artikel 49 Absatz 1 der Verordnung (EG) 1107/2009 in Verbindung mit §§ 32 Absatz 1, 19 Absatz 1 PflSchG).

Hintergrund

Die Europäische Kommission hat entschieden, die EU-Genehmigung für Iprodion als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln nicht zu erneuern, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zu dem Ergebnis gekommen war, dass Iprodion die Genehmigungskriterien nicht erfüllt. Mit der Durchführungsverordnung 2017/2091 hat die Europäische Kommission die Fristen für die Beendigung bestehender Zulassungen und die Gewährung von Abverkaufs- und Aufbrauchfristen festgesetzt.

 

Anordnung des Ruhens für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Flupyrsulfuron

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am 13. Dezember für Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Flupyrsulfuron das Ruhen der Zulassung angeordnet. Davon betroffen sind die folgenden Pflanzenschutzmittel: - ABSOLUTE M (Zulassungsnummer 005873-00) - CIRAL (004510-00) - LEXUS (024371-00) - VERTIX (004781-00)

Die Anordnung gilt mit Wirkung vom 14. Dezember 2017. Damit dürfen die genannten Pflanzenschutzmittel ab diesem Datum nicht mehr in Verkehr gebracht und nicht mehr angewendet werden. Das gilt auch für zugehörige Pflanzenschutzmittel des Parallelhandels.

Hintergrund

Die Genehmigung von Flupyrsulfuron als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln ist von der Europäischen Kommission nicht erneuert worden, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in ihrer Bewertung zu dem Schluss gekommen ist, dass unannehmbare Auswirkungen auf das Grundwasser und schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit derzeit nicht ausgeschlossen werden können. Gemäß der Durchführungsverordnung (EU) 2017/1496 mussten die Mitgliedstaaten bestehende Zulassungen flupyrsulfuronhaltiger Pflanzenschutzmittel bis zum 13. Dezember 2017 beenden. Da vor dem Europäischen Gerichtshof Rechtsmittel gegen die Nichterneuerung der Genehmigung von Flupyrsulfuron eingelegt worden sind, hat das BVL die Zulassungen nicht widerrufen, sondern zunächst das Ruhen angeordnet.

 

Widerruf der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Picoxystrobin zum 30. November 2017

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Zulassung aller Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Picoxystrobin zum 30. November 2017 antragsgemäß widerrufen.  Es handelt sich um folgende Pflanzenschutzmittel: - Acanto (Zulassungsnummer 024658-00) - ACANTO Prima (005769-00) - CREDO (006542-00) - InnoProtect CREDO (006542-60)

Nach dem Widerruf gilt eine Abverkaufsfrist bis zum 30. Mai 2018 für Ware, die sich zum Widerrufstermin bereits im freien Verkauf befindet, und eine Aufbrauchfrist bis zum 30. November 2018. Diese Fristen ergeben sich aus dem Pflanzenschutzgesetz und der Durchführungsverordnung (EU) 2017/1455. Nach Ende der Aufbrauchfrist sind eventuelle Reste entsorgungspflichtig.

Der Widerruf gilt mit denselben Fristen auch für zugehörige Pflanzenschutzmittel des Parallelhandels.

Hintergrund

Die EU-Genehmigung für Picoxystrobin als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln endet am 31. Oktober 2017 durch Zeitablauf. Mit der Durchführungsverordnung 2017/1455 hat die Europäische Kommission entschieden, die Genehmigung nicht zu erneuern, und Fristen für die Beendigung bestehender Zulassungen festgesetzt.

 

  
Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit Isoproturon und Triasulfuron werden zum 30.09.2016 widerrufen

Nachdem die Europäische Kommission entschieden hat, die Genehmigungen für Isoproturon und Triasulfuron als Pflanzenschutzmittelwirkstoffe nicht zu erneuern, wird das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit diesen Wirkstoffen zum 30. September 2016 widerrufen.

Betroffen von dem Widerruf sind die folgenden Pflanzenschutzmittel:

 

  

Zul.-Nr.

  
  

Bezeichnung

  
  

Wirkstoff(e)

  

003922-00

Protugan

Isoproturon

006332-00

Isofox

Bifenox +   Isoproturon

006332-60

InnoProtect   Isofox

Bifenox +   Isoproturon

006365-00

Solar

Bromoxynil +   Isoproturon

025001-00

Herbaflex

Beflubutamid +   Isoproturon

043333-00

Arelon Flüssig

Isoproturon

024654-00

Zoom

Dicamba +   Triasulfuron

Nach dem Widerruf gilt eine Abverkaufsfrist für Lagerbestände bis zum 30. März 2017 und eine Aufbrauchfrist bis zum 30. September 2017.



Die Zulassung des Pflanzenschutzmittels FENIKAN (Zul.-Nr. 043779-00, Isoproturon + Diflufenican) endet am 30. Juni 2016 durch Zeitablauf. Hier geht die Abverkaufsfrist bis zum 30. Dezember 2016 und die Aufbrauchfrist bis zum 30. September 2017.

Die Abverkaufs- und Aufbrauchfristen ergeben sich aus dem Pflanzenschutzgesetz und den Durchführungsverordnungen der Europäischen Kommission zu diesen beiden Wirkstoffen.

Genehmigungen für Pflanzenschutzmittel des Parallelhandels, die sich auf die genannten Pflanzenschutzmittel beziehen, enden zu denselben Terminen mit denselben Abverkaufs- und Aufbrauchfristen.

Nach dem Ende der Aufbrauchfrist unterliegen die Pflanzenschutzmittel der Beseitigungspflicht; eventuelle Reste müssen dann umgehend entsorgt werden.


  

Neue Pflanzenschutz-Saatgutanwendungsverordnung

Saatgut von Wintergetreide, das mit den Wirkstoffen Imidacloprid, Thiamethoxam oder Chlotianidin behandelt wurde darf weder eingeführt noch in den Verkehr gebracht oder ausgesät werden. Ein solches Saatgut sollte an den jeweiligen Händler oder Saatguterzeuger zur ordnungsgemäßen Entsorgung zurückgegeben werden.

   

Dinkel

Die Dinkelanbaufläche beträgt in Deutschland mittlerweile zwischen 70.000 ha und 100.000 ha. Damit fällt Dinkel nicht mehr unter die Kleinerzeugerregelung. Ausnahmegenehmigungen nach § 22.2 sind aus diesem Grund nicht mehr möglich.

Der Widerruf bereits bestehender Ausnahmegenehmigungen ist nicht vorgesehen. Sie gelten nach jetzigem Kenntnisstand noch bis zu ihrem Ablauf. Nach Ablauf der Ausnahmegenehmigungen können nur noch die Mittel eingesetzt werden, die eine Dinkel- oder Weizenzulassung besitzen. Keine Winterweizenzulassung!!! Die Weizenzulassung beeinhaltet alle Triticum-Arten außer Triticale.

 

Neuerungen bei den Mindestabständen zu Anwohnern und Umstehenden bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Anwender von Pflanzenschutzmitteln müssen ab sofort neue Mindestabstände zu unbeteiligten Dritten (Anwohner und Umstehende) einhalten. Die Abstände betragen bei Spritz- bzw. Sprühanwendungen zwei Meter in Flächenkulturen und fünf Meter in Raumkulturen. Die genannten Mindestabstände gelten zu Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind (im Sinne von §17 des Pflanzenschutzgesetzes), zu Grundstücken mit Wohnbebauung und privat genutzten Gärten, sowie zu unbeteiligten Dritten, die z. B. benachbarte Wege nutzen. Das BVL hat die Aktualisierung der Mindestabstände durch die Bekanntmachung BVL 16/02/02 vom 27. April 2016 mitgeteilt.


   

Neue Anwendungsbestimmungen für Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Pendimethalin und Prosulfocarb


Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Pendimethalin und Prosulfocarb neue Anwendungsbestimmungen festgesetzt, die die Verflüchtigung und Abdrift herabsetzen sollen.

Die hinzugekommenen Anwendungsbestimmungen lauten sinngemäß:

  • Wasseraufwand von mindestens 300 l/ha
  • Abdriftminderungsklasse 90 % auf der gesamten zu behandelnden Fläche einzuhalten.
  • Fahrgeschwindigkeit max. 7,5 km/h
  • Windgeschwindigkeit max. 3 m/s

Die neuen Anwendungsbestimmungen gelten für alle zugelassenen Pflanzenschutzmittel, die die Wirkstoffe Pendimethalin bzw. Prosulfocarb enthalten, und für alle Anwendungsgebiete:  

 

Zul.-Nr. Bezeichnung Wirkstoff(e)
005017-00 Picona Pendimethalin + Picolinafen
005958-00 Stomp Aqua Pendimethalin
005958-60 Stomp Raps Pendimethalin
006180-00 Activus Pendimethalin
006797-00 Trinity Chlortoluron + Diflufenican + Pendimethalin
006839-00 ACTIVUS SC Pendimethalin
006839-60 InnoProtect Pendi 400 SC Pendimethalin
006840-00 ADDITION Diflufenican + Pendimethalin
007363-00 Stallion SYNC Tec Clomazone + Pendimethalin
024834-00 Malibu Flufenacet + Pendimethalin
033838-00 Boxer Prosulfocarb
033838-60 Filon Prosulfocarb
005017-00 Picona Pendimethalin + Picolinafen
005958-00 Stomp Aqua Pendimethalin


Gewässer von wasserwirtschaftlicher Bedeutung

In einem Streifen von 5 m zu Gewässern von wasserwirtschaftlicher Bedeutung gilt seit dem 1.01.2014 ein Ausbring- und Lagerungsverbot von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Bitte dies unbedingt beachten! Die Gewässerkarte ist auf der Homepage des Landratsamtes Heidenheim im Geoportal einsehbar.

https://www.landkreis-heidenheim.de/Landratsamt/Organisationseinheit/BauundUmweltschutz/WasserundBoden/WasserschutzgebieteimLandkreis/index.htm

Rubrik "Natur", Thema "Gewässer"

Bei Fragen zu Gewässern können sie sich an die Untere Wasserbehörde wenden. Ansprechpartnerin ist Fr. Ilg mit der Durchwahlnummer: 07321 / 321 - 1311 oder vertretungsweise Hr. Awiszus mit der Nummer: 07321 / 321 - 1315.

 

Antrag Sachkunde

Ab dem 1.07.2014 kann der Sachkundenachweis über die folgende Internetseite beantragt werden:

http://www.pflanzenschutz-skn.de/

 

Neue Prüftermine für Pflanzenschutzgeräte 

Die neue Pflanzenschutzgeräteverordnung ist am 6. Juli 2013 in Kraft getreten. In Gebrauch befindliche Pflanzenschutzgeräte müssen jetzt nicht mehr in Abständen von zwei, sondern ab sofort in Abständen von 3 Jahren (6 Kalenderhalbjahren) in einer amtlich anerkannten Kontrollwerkstätte geprüft werden.

Die folgenden Pflanzenschutzgeräte müssen erstmals bis Ende 2016 und dann nach jeweils sechs Kalenderhalbjahren kontrolliert werden:

  1. Nebelgeräte
  2. Schlauchspritzanlagen (z.B. Karrenspritzen, auch für die Anwendung im Gewächshaus)
  3. Streifenspritzgeräte (Unterstock, Band)
  4. Stationäre Flächenspritzgeräte für Zierpflanzen- und Gartenbaubetriebe (Gießwagen)
  5. Spritzzüge
  6. Zweiwegfahrzeuge
  7. Luftfahrzeuge

Ausgenommen von der Kontrollpflicht sind handgehaltene sowie schulter- und rückentragbare Pflanzenschutzgeräte:

  1. Sprühflaschen,
  2. Druckspeicherspritzen,
  3. Streichgeräte oder Spritzgeräte mit Rotationszerstäuber,
  4. handbetätigte Rückenspritzgeräte,
  5. motorbetriebene Rückenspritzgeräte oder
  6. motorbetriebene Rückensprühgeräte.

Pflanzenschutzgeräte, die bis zum 31. Dezember 2020 erstmals und dann nach

jeweils sechs Kalenderhalbjahren geprüft werden müssen:

  1. Stationäre und mobile Beizgeräte,
  2. Granulatstreugeräte,
  3. schleppergetragene oder von einer Person geschobene oder gezogene Streichgeräte oder
  4. Bodenentseuchungsgeräte.

Allgemeine Hinweise zum Pflanzenschutz

 

 

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sind prinzipiell die Auflagen der Gebrauchsanleitung zu beachten.

 

 

Abstandsauflagen zu Fließgewässern

 

Unbedingt auf die Abstandsauflagen an Gewässern achten! Die NW- und NG- Auflagen können je nach Mittel sehr hoch sein. Deshalb sollte die Gebrauchsanleitung sehr genau durchgelesen werden. Als Beispiel habe ich die NW 701 aufgeführt.

 

NW701

Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 10 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

 

Bei der Auflage NW701 ist zu beachten, dass eine Hangneigung von 2 % etwa der seitlichen Neigung einer Straße entspricht. Das heißt, daß diese Auflage, wenn sie in der Gebrauchsanleitung auftaucht, bei fast allen Gewässern zum Tragen kommt.

 

Dokumentationspflicht

 

Die Dokumentation der Pflanzenschutzmittelanwendungen gehört zur guten fachlichen Praxis und ist somit "Cross Compliance relevant". Sie hat schriftlich oder elektronisch zu erfolgen. Dabei sind der Name des Anwenders , die jeweilige Anwendungsfläche , das Anwendungsdatum , das verwendete Pflanzenschutzmittel , die Aufwandmenge sowie das Anwendungsgebiet aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen sind mindestens 3 Jahre, gerechnet ab dem Beginn des Jahres, das auf das Jahr des Entstehens der Aufzeichnungen folgt, aufzubewahren.

Bei den Aufzeichnungen kann die Anwendungsfläche  auch als Bewirtschaftungseinheit angesehen werden. Beispielweise können identisch behandelte Weizenflächen zusammengefasst werden. Weitere Informationen  finden sie auch in dem unten aufgeführten Link.



 https://www.landwirtschaft-bw.info/pb/site/pbs-bw-new/get/documents/MLR.LEL/PB5Documents/ltz_ka/Arbeitsfelder/Pflanzenschutz/Rechtliche%20Vorgaben/Aktuelles%20zu%20Pflanzenschutzmitteln/Aktuelles%20zu%20Pflanzenschutzmittel_DL/Dokumentation%20von%20Pflanzenschutz.xls



 

 
Entsorgungspflicht

 

Pflanzenschutzmittel, die einen Wirkstoff enthalten, der aufgrund eines Rechtsaktes der EG nicht in die EG-weite Positivliste aufgenommen worden ist, müssen nach Ende der Aufbrauchfrist unverzüglich beseitigt werden. Eine gesetzliche Entsorgungspflicht besteht außerdem für Pflanzenschutzmittel, deren Anwendung gemäß der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung vollständig verboten ist. Entsorgungspflichtige Pflanzenschutzmittel finden sie mit untenstehendem Link auf der Homepage des BVL unter Widerrufene und ruhende Zulassungen (E = Entsorgungspflicht) sowie unter abgelaufene Pflanzenschutzmittel (Bes.-pflicht = Beseitigunspflicht).

 

 http://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/02_ZulassungPSM/01_ZugelPSM/psm_ZugelPSM_node.html

 

 

 

 

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